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Fabrikplanung – Definition Durchlaufzeitanteile & Durchlaufelement

Die Durchlaufzeitplanung ist ein Teil der Fabrikplanung. Umso wichtiger ist die Definition der Durchlaufzeit und seiner Anteile. Im folgenden Link findest du die Definition der o.g. Begriffe.

Definition der Durchlaufzeitanteile & Durchlaufelement.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=6jd3iISkzDQ vom 07.05.2018

Die Durchlaufzeit kann in der Hinsicht beeinflusst werden, indem einzelne Bestandteile herausnimmt und im Detail analysiert.

Dabei können zwei Hauptfunktionen unterschieden werden:

  1. Bearbeitungszeiten (Arbeitsplatz oder Maschine)
  2. Logistikzeiten (das Liegen vor und nach der Bearbeitung)

Erfahrungsgemäß sind die Optimierungsreserven im Punkt zwei höher als im Punkt eins.

Daher empfehlen wir stets mit der Analyse der im Punkt zwei genannten Prozessabläufe zu beginnen und im zweiten Schritt die Arbeitsprozesse zu untersuchen um entsprechende Leistungsreserven zu identifizieren und auszuschöpfen.

Ihr cnc-place Team.

Industrie-4.0-Fabrik

Siemens baut in Schweden automatische Fabrik für 50.000 Elektroautos

Wird das der Durchbruch des Elektroautos für Jedermann? 2019 sollen 50.000 bezahlbare Elektroautos in einer Fabrik in Schweden gebaut werden – in einer vollautomatischen Fabrik mit Siemens-Technik. Es soll die erste Industrie-4.0-Fabrik der Welt werden.

Elektroauto Uniti

Das Elektroauto Uniti soll schon 2019 auf den Markt kommen. Die Schweden wollen im ersten Jahr dank Siemens-Technik 50.000 Autos in der ersten Industrie-4.0-Fabrik der Welt bauen.

Foto: Uniti

Plötzlich geht alles ganz schnell. Erst vor zwei Jahren sind schwedische Ingenieur-Studenten auf die Idee gekommen, einen futuristischen, elektrisch angetriebenen Cityflitzer ohne Lenkrad und ohne Pedale zu designen. Das war schon sehr mutig.

Kurz darauf haben sie das Start-up Uniti gegründet und per Crowdfunding 1,2 Millionen Euro gesammelt. Inzwischen hat Uniti fast 600 Investoren aus 45 verschiedenen Ländern. Und jetzt hat sich Siemens Nordics als Produktionspartner angeboten für den Aufbau einer Autofabrik. In einer vollautomatisierten Industrie-4.0-Fabrik sollen im ersten Jahr bereits 50.000 Stück des Kleinwagens gebaut werden, vollautomatisch von Robotern. Schon 2019 soll das Elektroauto auf den Markt kommen. Für rund 21.000 €.

Siemens baut vollautomatische Autofabrik in Schweden

Siemens stellt die Industrie-4.0-Technik zur Verfügung, um das E-Auto mit möglichst wenig Personal so kostengünstig wie möglich herstellen zu können. Zunächst wird im Computer eine Simulation des gesamten Produktionsprozesses stattfinden. In den anschließenden 18 Monaten folgt dann der Aufbau der weitgehend automaischen und menschenleeren Fabrik.

Siemens und Uniti planen aktuell den Produktionsprozess im Computer. Anschließend entsteht eine Industrie-4.0-Fabrik, die den Wagen vollautomatisch fertigt.

Foto: Uniti

Die Simulationssoftware soll die Entwicklungs- und Produktionszeit des Autos erheblich verkürzen. So verspricht Siemens, dass „das erste Fahrzeug, das die Fertigungsstraße verlässt, direkt an den Kunden ausgeliefert werden kann, ohne großartig Tests am Fahrzeug durchführen zu müssen”, so Mats Friberg, Geschäftsführer der Siemens PLM Nordics.

Das lässt aufhorchen. Schließlich nehmen gestandene Autobauer Milliardensummen für die Autoentwicklung in die Hand, von der ersten Idee bis zur Auslieferung. Und da wollen schwedische Studenten binnen weniger Jahre einen neuen Hersteller aus dem Boden stampfen, inklusive eigener Produktion?

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Uniti-Unternehmenschef Lewis Horne vor einem Kuka-Roboter: Das schwedische Start-up Uniti plant eine vollautomatische Autoproduktion.

Foto: Uniti

Die neue Fabrik wird in Südschweden entstehen, entweder in Malmö oder Landskrona. Arbeiter, die Teile montieren, werden dort nicht mehr zu sehen sein. Lewis Horne, CEO von Uniti Schweden: „Im Prinzip kann in unserer vollautomatisierten Produktionslinie die Beleuchtung 22 Stunden am Tag ausgeschaltet sein.“

Es gibt weder Lenkrad noch Pedale

Wenn der Cityflitzer 2019 über die Straßen fährt, werden wahrscheinlich einige Münder offen stehen. Denn der nach hinten spitz zulaufende, dreirädrige Zweisitzer mit schicken Scherentüren sieht schon von außen aus wie ein Gefährt aus der Zukunft.

Uniti mit geöffneten Flügeltüren: Das kleine Elektroauto wiegt nur 400 kg und ist eine Entwicklung der Universität Lund in Schweden. 2019 soll es auf den Markt kommen.

Foto: Uniti

Vom Innenleben ganz zu schweigen. Da gibt es statt Pedalen und Lenkrad nämlich ein Steuerruder – fast wie im Flugzeug. Will der Fahrer beschleunigen, schiebt er das Ruder nach vorne, für eine Bremsung nach hinten. Die Geschwindigkeit sieht er dank Head-up-Projektionstechnik direkt auf der Windschutzscheibe. Und den Bordcomputer bedient er über ein Touch-Display. Das macht Plastikarmaturen und Knöpfe überflüssig.

Elektroauto hat bis zu 300 km Reichweite

Der Uniti könnte Stadtmenschen mit seiner Spritzigkeit überzeugen. Die Radnabenmotoren haben eine Leistung von bis zu 40 kW und beschleunigen das Auto, das dank Leichtbauweise und Kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff nur 400 kg wiegt, in nur 3,5 Sekunden von 0 auf 80 km/h – bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h.

Je nach Ausführung werden 11- oder 20-kWh-Lithium-Ionen-Akkus verbaut sein, die Reichweiten zwischen 150 und 300 km ermöglichen. Das Laden funktioniert per Induktion oder Kabel.

Uniti dokumentiert übrigens den gesamten Prozess vom Prototypen bis zur Massenfertigung auf YouTube in der Serie „Uniti Update“.

Von Patrick Schroeder
Quelle: http://www.ingenieur.de/Branchen/Fahrzeugbau/Siemens-baut-in-Schweden-automatische-Fabrik-fuer-50000-Elektroautos vom 28.3.2017

Smarte Produktionslogistik / Fabrikplanung – Produktionsplanung / smart factories

Audi ersetzt Fließband durch 200 Montageinseln

So funktionieren Smart Factories: Audi trennt sich von der Fließband-Fertigung. Stattdessen setzt der Autobauer in Ingolstadt auf autonome Transport-Roboter, welche die Karosserie an 200 Montageinseln vorbeifahren. Jedes Auto wird dadurch so einzigartig wie ein Maßanzug.

Die Karosserien fahren eigenständig zu den benötigten Montageinseln. Die Reihenfolge kann variieren – je nachdem, wo gerade Kapazitäten verfügbar sind. Das steigert die Produktivität und entlastet Mitarbeiter vom Fließbandstress.

Henry Ford hätte Bauklötze gestaunt. 103 Jahre nach seiner Einführung des Fließbandes verabschiedet sich Audi von der einst revolutionären Idee, welche die Massenfertigung von Autos ermöglicht hat. Warum? Weil Autos keine Stangenware mehr sind. Gerade in der Oberklasse sind individuelle Ausstattungen gefragt, es laufen praktisch keine zwei Fahrzeuge mehr identisch vom Band. „Nur mit dem einen, immer gleichen Produkt ergab die Fließband-Fertigung vor 100 Jahren Sinn“, sagt Audi-Vorstand Hubert Waltl. „Heute wolle unsere Kunden genau das Gegenteil: Jeder Audi soll so einzigartig sein wie ein Maßanzug.“

Audi setzt auf Smart Factory

Audi schafft deswegen das Fließband ab. Im Werk in Ingolstadt wird es stattdessen zukünftig 200 Montageinseln geben. Roboter heben die Karosserie auf autonome Transportwagen, die verschiedene Insel-Routen abfahren. „Wie vor den Kassen im Supermarkt, wo sich der Kunde an der kürzesten Warteschlange anstellt, steuert das vernetzte Fahrzeug zunächst die Stationen an, wo die Auslastung niedriger ist“, erklärt Ingenieur und Innovationsmanager Fabian Rusitschka, der Audi bei der Umstellung unterstützt.

Autonome Fahrzeuge fahren Karosserien durch die Produktion. Mit dieser Alternative zum Fließband steigert Audi die Produktivität um 20 %.  Foto: Audi AG

Im Werk in Neckarsulm hat Audi das Fließband schon abgeschafft – der Sportwagen R8 entsteht in modularer Montage. Als nächstes testet Audi sie im ungarischen Motorenwerk in Györ. Waltl: „Sie stellt also keine Zukunftsmusik mehr dar.“ Bei den Konkurrenten Daimler und BMW sind vergleichbare Pläne hingegen nicht bekannt. Audi positioniert sich als Vorreiter.

Produktivität steigt um 20 %

Der Umstieg auf Montageinseln sorgt für deutlich höhere Produktivität. Ist eine Station nicht erforderlich, lässt sie das Fahrzeug aus. „Der Kunde in Afrika hat keine Sitzheizung bestellt, also umfährt das Fahrzeug diese Einbaustation“, sagt Rusitschka. Bei Zweitürern seien die Türdichtungen schneller montiert als im Viertürer. „Das Fahrzeug verlässt die Station schneller, die gesamte Auslastung wird höher – am Ende des Tages haben wir mehr Fahrzeuge produziert.“ Waltl rechnet mit rund 20 % mehr Produktivität: „Wir würden´s nicht machen, wenn´s teuer wäre.“

Verzicht auf Fließband entlastet Mitarbeiter

Auch die Mitarbeiter profitieren von den Montageinseln. Jeder Fabrikarbeiter „weiß, was für ein Stress entsteht, wenn man taktgebunden arbeiten muss“, sagt Waltl.

Tschüss, Fließband. Weil heutzutage quasi keine zwei Fahrzeuge mehr identisch vom Band laufen, verabschiedet sich Audi von der klassischen Produktionsmethode.  Foto: Audi AG

Während an manchen Bändern im VW-Konzern ein 60-Sekunden-Takt gefahren wird, können auf den Montageinseln auch alte und behinderte Mitarbeiter mithalten. Niemand muss mehr befürchten, die Anderen aufzuhalten. Rusitschka: „Psychologen sagen, das ist positiv für die Gesundheit der Mitarbeiter.“

In nur vier Stunden lässt sich der Elektrolaster Charge von nur einer Person montieren. Mit diesem Truck, der leicht, leise und umweltfreundlich ist, will der Unternehmer Denis Sverdlov den britischen Lkw-Markt von hinten aufrollen. ” 2017 soll der Charge in unterschiedlichen Größen gebaut werden. Mehr dazu finden Sie hier.

Von Patrick Schroeder
Quelle: http://www.ingenieur.de/Themen/Industrie-40/Audi-ersetzt-Fliessband-200-Montageinseln vom 28.11.2016